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Jubiläum 2011

Ein halbes Jahrhundert TC Viechtach

Festabend am nächsten Samstag

Viechtach. In diesem Jahr gibt es für den Tennisclub Viechtach ein besonderes Jubiläum zu feiern, denn seit der Gründung des Vereins sind nunmehr 50 Jahre vergangen. In diesen 5 Jahrzehnten passierte Vieles, auf das es sich zurückzublicken lohnt.

Der „weiße Sport“ hatte in Viechtach schon bald nach dem 2. Weltkrieg erste Anhänger gefunden, die ihrem damals noch sehr elitären Hobby auf einem einzigen Platz in der Nähe des Josefikircherls nachgingen. In den 50er Jahren war es vor allem der damalige Notar Richard von Grafenstein, der einigen gut situierten Viechtacher Bürgern das Tennisspielen lehrte. Erst zu Beginn der 60er Jahre, genau genommen am 19. Januar 1961 fand die Gründungsversammlung im Cafe Hinkofer statt. Dr. Dauberschmitt, damals als Notar in Viechtach tätig, war der Gründungsvorstand des Tennisclubs, der noch im selben Jahr mit dem Bau der Anlage am Waldfrieden begann, die bis heute genutzt wird. Auf zwei Hartplätzen gingen die ersten Mitglieder ab 1962 noch mit Holzschlägern auf die Jagd nach den Filzkugeln.

Im Juli 1962 übernahm Rechtsanwalt Martin Schröter das Amt des ersten Vorsitzenden, das er 13 Jahre lang inne hatte. Paul Seehuber, Heinz Baumgartner und Erika Kremser standen ihm dabei zur Seite.

Nachdem man in den ersten Jahren ausschließlich Freundschaftsspiele bestritt – was gar nicht so einfach war, da es im Bayerischen Wald damals außer den Viechtachern noch kaum Tennisclubs gab – war es im Jahr 1965 erstmals so weit: Zwei Turniermannschaften nahmen den Spielbetrieb auf. Es stellten sich auch schnell Erfolge ein. Vor allem die von Seehuber trainierte Jugendmannschaft um Siegi Niedermayer war kaum zu schlagen. Einige Jahre später starteten auch die Damen mit dem Turnierbetrieb, die unter der Spitzenspielerin Paula Niedermayer schnell bis in die Bezirksliga aufstieg.

Die größten Erfolge der Vereinsgeschichte konnten die Herren in den 70er Jahren verzeichnen als der Aufstieg in die Gruppenliga (heute: Landesliga) gelang. Spieler wie Peter Kittel, Siegi Niedermayer und die Brüder Albert und Rudi Miethaner sowie Helmut Mühlbauer, Lothar Kugel und Anton Kilger sorgten dafür, dass Viechtach  ganz oben mitmischte.

Als Tennisclub war und ist man natürlich auch immer von der Rolle des Tennissports in der öffentlichen Wahrnehmung abhängig. So ging es in den 80er Jahren verbunden mit dem „Becker-Boom“ und den Erfolgen von Steffi Graf unter dem Vorstand Paul Seehuber steil bergauf und das Interesse wuchs stetig, was die schrittweise Erweiterung der Anlage auf 8 Plätze zur Folge hatte. Landkreismeisterschaften mit mehr als 50 Teilnehmern auf der Anlage des TC Viechtach waren damals keine Seltenheit.

Tennis wurde immer mehr zum Breitensport und die Mitgliederzahlen erreichten in den 90er Jahren unter den Vorsitzenden Siegi Niedermayer und später Rudi Zankl mit knapp 400 ihren Höhepunkt. Der Aufstieg der Jungsenioren in die Gruppenliga im Jahre 1997 war das sportliche Highlight dieses Jahrzehnts.

Mit dem Karriereende von Becker und Graf Ende der 90er Jahre flaute das Interesse am Tennis deutschlandweit stark ab und alle Vereine mussten mit einem extremen Mitgliederschwund kämpfen, der sich nach der Jahrtausendwende noch weiter verstärkte als das deutsche Tennis international nur noch zweitklassig war. Obwohl die damalige Vereinsführung unter dem neuen Vorsitzenden Leopold Spitzenberger den Mitgliedern ein umfangreiches Aktionsprogramm anbot, konnte sich der TC Viechtach dem allgemeinen Trend nicht entziehen und zahlreiche Mitglieder kehrten dem Verein den Rücken.

Durch verstärkte Öffentlichkeits- und intensive Jugendarbeit gelang es der jetzigen Vorstandschaft, die seit 2003 nunmehr fast unverändert unter der Leitung von Reinhard Eckl aktiv ist, diesen Abwärtstrend zu stoppen und die Mitgliederzahlen wieder leicht zu steigern. Besonders die intensive Förderung der Kinder und Jugendlichen trägt Früchte, denn kaum ein Tennisclub in der Umgebung kann jedes Jahr so viele Mannschaften im Nachwuchsbereich ins Rennen schicken wie der TC Viechtach. Für den bisherigen Höhepunkt der jüngeren Geschichte sorgte vor wenigen Jahren die damalige Kleinfeldmannschaft, die als niederbayerischer Meister aufhorchen ließ und in der gleichen Besetzung mittlerweile bei den Knaben für Furore sorgt. Vielleicht kann in absehbarer Zeit auch die Herrenmannschaft dadurch wieder ein paar Klassen aufsteigen, um an alte Zeiten zu erinnern.

In Sachen Gemeinschaftsgefühl kann dem Tennisclub ohnehin niemand etwas vormachen. Sämtliche Renovierungsarbeiten an Plätzen und Clubhaus werden in Eigenverantwortung von Mitgliedern erledigt und der regelmäßige gute Besuch bei den verschiedensten Vereinsveranstaltungen sowie die große Teilnehmerzahl bei den diversen Turnieren zeigen, dass der TC derzeit auf einem guten Weg ist.

Bemerkenswert ist, dass das Ehepaar Josef und Paula Niedermayer, sowie Paul Seehuber und Heinz Baumgartner dem Verein seit der Gründerzeit die Treue hielten und somit viele Veränderungen über die Jahre hinweg erleben durften. Siegi Niedermayer war bereits 1965 in der Jugendmannschaft aktiv und ist seither ununterbrochen als Mannschaftsspieler tätig. Hanna Seehuber und Irmgard Miethaner, die beide in den 60er Jahren der ersten Damenmannschaft angehörten sind noch heute aktive Spielerinnen und bei den vereinsinternen Doppelturnieren gern gesehene Teilnehmerinnen.

Am nächsten Samstag findet die Jubiläumsfeier des Tennisclubs Viechtach statt, bei der Altbürgermeister Josef Niedermayer die Schirmherrschaft übernommen hat. Um 17.30 Uhr ist ein Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche dem sich der Festakt im Pfarrsaal anschließt. Zu diesen Veranstaltungen lädt der Verein alle Mitglieder recht herzlich ein. Anmeldungen sind unter 902941 beim ersten Vorsitzenden noch möglich.

 


Bild 1: siehe Zeitungstext



Bild 2: Paul Seehuber, Gründungsmitglied und langjähriger Vorstand des TC bei seiner Lieblingstätigkeit – dem Vortrag einer selbst verfassten Geschichte



Bild 3: Sie wurden überlegen niederbayerischer Meister. (Von links) Trainer Ludwig Saller, Florian Muhr, Thomas Haas, Andreas Hauner, Mathias Schlecht und Jugendwart Rainer Eckl

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